Grenzhopping, Moor und der einsame Flamingo: Unser Trip ins Zwillbrocker Venn. Manchmal muss man gar nicht weit wegfahren, um echte Abenteuer zu erleben. Unsere Wohnmobil-Tour ins Zwillbrocker Venn bei Vreden war genau so ein Highlight – wenn auch mit einer kleinen Enttäuschung, die uns die Natur eben manchmal beschert. Nach einer ruhigen Nacht im Camper zog es uns direkt hinaus in die wunderschöne Moor- und Heidelandschaft. Bei bestem Wetter sind wir entlang der deutsch-niederländischen Grenze gewandert, haben die Stille genossen und hielten gespannt Ausschau an den Beobachtungskanzeln. Die bittere Nachricht vor Ort: Füchse hatten leider die Brut der Vögel geholt. Deshalb hatte der Großteil der berühmten Kolonie das Venn schon fluchtartig verlassen und die Heimreise angetreten. Doch wir hatten Glück im Unglück: Ein einziger, treuer Flamingo war noch da und stand majestätisch im Wasser. Ihn dort so einsam vor der Kulisse der Lachmöwenkolonie zu beobachten, war auf seine eigene Art ein magischer und unvergesslicher Moment.Nach der ausgiebigen Wanderung gab es dann den perfekten Ausklang direkt am Venn: Im gemütlichen Biergarten des Hotels Kloppendiek haben wir uns bei richtig leckerem Essen entspannt, das Erlebte Revue passieren lassen und die Füße hochgelegt. Ein rundum wunderbarer Flecken Erde, der uns mal wieder gezeigt hat, wie unberechenbar die Natur ist – und wie schön die Freiheit auf vier Rädern.