Seeadler (Haliaeetus albicilla) ist der größte Greifvogel Mitteleuropas und der majestätische König unserer Gewässer. Seine erfolgreiche Rückkehr nach fast vollständiger Ausrottung gilt als Meilenstein des Naturschutzes. Aussehen und Flugbild Gigantische Maße: Er erreicht eine Flügelspannweite von bis zu 2,50 Metern und ein Gewicht von bis zu 7 Kilogramm. Weibchen sind deutlich größer als Männchen. Markante Merkmale: Altvögel tragen ein braunes Gefieder, einen hellen Kopf, einen wuchtigen gelben Schnabel und einen reinweißen Schwanz. Silhouette: Im Flug wirken seine breiten Flügel brettartig und gerade. Er gleitet majestätisch mit wenigen, schweren Flügelschlägen. Lebensraum und Lebensweise: Heimat am Wasser: Er lebt an Meeresküsten, großen Flüssen und Seen mit alten Waldbeständen. In Mitteleuropa bleibt er meist das ganze Jahr im Revier. Riesige Horste: Das Paar bleibt ein Leben lang zusammen. Sie bauen gewaltige Nester in Baumkronen, die über zwei Meter breit und mehrere hundert Kilo schwer werden können. Jagd und Nahrung: Fisch- und Vogeljäger: Er greift Fische flach aus dem Wasser und erbeutet Wasservögel wie Enten oder Gänse.Opportunist: Er stiehlt oft anderen Vögeln die Beute und ernährt sich besonders im Winter von Aas. Schutz und Erfolg: Um 1900 war der Seeadler durch Jagd und später durch das Umweltgift DDT fast ausgerottet. Dank strenger Schutzgesetze haben sich die Bestände erholt. Heute brüten in Deutschland wieder hunderte Paare, vor allem im Norden und Osten. Dennoch bleibt er durch Bleivergiftungen und Windkraftanlagen gefährdet.