Seeadler (Haliaeetus albicilla) ist der größte Greifvogel Mitteleuropas und der majestätische König unserer Gewässer. Seine erfolgreiche Rückkehr nach fast vollständiger Ausrottung gilt als Meilenstein des Naturschutzes. 
Aussehen und Flugbild:  Gigantische Maße: Er erreicht eine Flügelspannweite von bis zu 2,50 Metern und ein 
Gewicht:  bis zu 7 Kilogramm. 
Weibchen sind deutlich größer als Männchen.
 Markante Merkmale: Altvögel tragen ein braunes Gefieder, einen hellen Kopf, einen wuchtigen gelben Schnabel und einen reinweißen Schwanz. 
Silhouette: Im Flug wirken seine breiten Flügel brettartig und gerade. Er gleitet majestätisch mit wenigen, schweren Flügelschlägen. 
Lebensraum und Lebensweise: Heimat am Wasser: Er lebt an Meeresküsten, großen Flüssen und Seen mit alten Waldbeständen. In Mitteleuropa bleibt er meist das ganze Jahr im Revier. 
Riesige Horste: Das Paar bleibt ein Leben lang zusammen. Sie bauen gewaltige Nester in Baumkronen, die über zwei Meter breit und mehrere hundert Kilo schwer werden können.
 Jagd und Nahrung: Fisch- und Vogeljäger: Er greift Fische flach aus dem Wasser und erbeutet Wasservögel wie Enten oder Gänse.
Opportunist: Er stiehlt oft anderen Vögeln die Beute und ernährt sich besonders im Winter von Aas. 
Schutz und Erfolg: Um 1900 war der Seeadler durch Jagd und später durch das Umweltgift DDT fast ausgerottet. Dank strenger Schutzgesetze haben sich die Bestände erholt. Heute brüten in Deutschland wieder hunderte Paare, vor allem im Norden und Osten. Dennoch bleibt er durch Bleivergiftungen und Windkraftanlagen gefährdet. Die obigen Naturfotografien zeigen den Seeadler in seinem natürlichen Lebensraum an der Nord und Ostseeküste.
Zeitpunkt der Eiablage
Die Eiablage beginnt in Mitteleuropa erstaunlich früh, meist zwischen Mitte Februar und Ende März. In südlicheren Regionen kann sie bereits im Januar stattfinden, während sie sich in arktischen Gebieten bis in den April oder Mai verschieben kann. Mit dem Legen des ersten Eies endet die Balzzeit des monogamen Paares.
Das Gelege
Anzahl: Ein Gelege besteht im Regelfall aus 2 Eiern. Gelegentlich werden auch nur 1 oder bis zu 3 Eier gelegt.
Beschaffenheit: Die Eier sind rein weiß, matt und weisen nur selten Flecken auf. Sie haben eine ungefähre Größe von 75 x 58 Millimetern.
Legeabstand: Das Weibchen legt die Eier nicht auf einmal, sondern in einem Abstand von 1 bis 3 Tagen.
Bruthäufigkeit: Seeadler ziehen nur eine Jahresbrut groß. Geht das Gelege im frühen Stadium verloren (etwa durch Störungen), sind Nachgelege extrem selten.
Brutverhalten und Dauer
Die Brutdauer beträgt je nach Witterung und Region 38 bis 42 Tage.

Das Brutgeschäft beginnt sofort mit dem Legen des ersten Eies. Dies führt dazu, dass die Küken später zeitversetzt schlüpfen und unterschiedlich groß sind. Beide Elternteile beteiligen sich am Brüten und lösen sich gegenseitig ab, wobei das Weibchen den deutlich größeren Anteil der Zeit auf den Eiern verbringt und in der Anfangsphase vom Männchen mit Nahrung versorgt wird. Während der Brutablösungen darf das Gelege nur für wenige Augenblicke unbedeckt bleiben, um ein Auskühlen oder den Raub durch Krähen zu verhindern.

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