Mein perfekter Urlaubstag in Sellin und meine Ausflüge über die Insel. Ich erwache morgens in meiner Ferienwohnung, ganz ohne den Zeitdruck eines Hotelbuffets. Der Duft von frischem Kaffee liegt in der Luft, und auf dem Balkon genieße ich die ersten Sonnenstrahlen und die frische Ostseeluft, während ich die frisch geholten Brötchen vom Bäcker um die Ecke esse. Danach zieht es mich hinaus auf die Wilhelmstraße. Vorbei an den prachtvollen, weißen Villen der Bäderarchitektur schlendere ich entspannt hinunter zum Meer, wo die majestätische Selliner Seebrücke auf mich wartet. Ein Spaziergang auf der Brücke fühlt sich für mich an wie ein Schritt hinein in die Ostsee. Wenn der Mittagshunger kommt, setze ich mich in ein gemütliches Lokal an der Promenade für ein schnelles Fischbrötchen oder gehe zum historischen Kleinbahnhof. Dort steige ich in den „Rasenden Roland“ ein. Wenn die alte Dampflok pfeift, nach Kohle riecht und sich gemütlich ruckelnd durch die tiefen Granitz-Wälder in Bewegung setzt, beginnt für mich eine kleine Zeitreise. Am Bahnhof schmeckt das deftige Mittagessen in uriger Atmosphäre besonders gut, bevor mich die Bahn weiter über die Insel trägt.Ein weiterer Tag führt mich nach Prora, dem geschichtsträchtigen Nachbarort von Binz. Der gigantische, kilometerlange „Koloss von Prora“ beeindruckt mich direkt an der Küste. Nach einem faszinierenden Einblick in die Geschichte schlendere ich am traumhaften, weißen Sandstrand entlang und kehre für eine süße Pause in ein einladendes Strandbistro ein. Nur ein Stück weiter spaziere ich im Naturerbe Zentrum barrierefrei auf dem Baumwipfelpfad hoch über den mächtigen Buchenkronen und genieße einen spektakulären Panoramablick über die gesamte Binzer Bucht. Das absolute Highlight meiner Reise wartet im Nationalpark Jasmund. Ich erlebe die weltberühmten Kreidefelsen und den majestätischen Königsstuhl. Da ich mir den langen Fußmarsch sparen möchte, wähle ich die entspannte Variante: Eine Schiffsrundfahrt vom nahegelegenen Hafen in Sassnitz aus. Vom Wasser aus habe ich den besten Blick, wenn die schneeweißen Klippen im Sonnenlicht erstrahlen und steil in das türkisblaue Meer abfallen.Den Abend lasse ich schließlich wieder ganz ruhig in Sellin ausklingen. Im traditionsreichen Restaurant „Zum Skipper“ sitze ich bei maritimem Dekor und herzlicher Atmosphäre. Bei einer großen Platte mit fangfrischem Ostseefisch muss ich mich um nichts kümmern – kein Abwasch, kein Stress, einfach nur pures Urlaubsglück. Zurück in meiner Ferienwohnung lasse ich den Tag bei einem Glas Wein Revue passieren und freue mich schon auf das nächste urige Restaurant, das ich morgen entdecken werde.